Digitale Frie-Card für Friesenheim: links der grüne Geschenkgutschein, rechts die orange Bonuskarte mit QR-Code, beide mit Logo der Werbegemeinschaft Friesenheim und Hinweis auf die Förderung durch das Land Baden-Württemberg.

„FRIECARD“ geht im Dezember 2024 an den Start

 

Die FRIECARD, das neue digitale Gutscheinsystem der Werbegemeinschaft Friesenheim e.V. in Zusammenarbeit mit der Gemeinde Friesenheim und den Oberschopfheimer Unternehmern, startet im Dezember 2024. Nach rund einem Jahr Vorarbeit steht das System kurz vor dem Rollout.

„Im Dezember wird das Gutscheinsystem auf jeden Fall in Umlauf gebracht“, erklärt Mark Arnold, 1. Vorsitzender der Werbegemeinschaft Friesenheim.

Zur Werbegemeinschaft Friesenheim geht es hier

Mehr als ein Gutschein

Die FRIECARD ist bewusst nicht als reiner Geschenkgutschein konzipiert. Sie verbindet drei Funktionen in einem System:

  • Geschenk- und Einkaufsgutschein für Bürgerinnen und Bürger

  • Wiederaufladbarer Arbeitgebergutschein für steuerfreie Sachbezugsleistungen

  • Bonuskarte zum Sammeln von Rabatten und Cashback bei teilnehmenden Betrieben

Ziel ist es, Kaufkraft dauerhaft in Friesenheim und den Ortsteilen Heiligenzell, Oberschopfheim, Oberweier und Schuttern zu binden – statt sie an überregionale Gutschein- und Plattformanbieter zu verlieren.

Digitale Lösung statt Papiergutschein

Bislang wurden in Friesenheim papiergebundene Gutscheine eingesetzt. Diese verursachten hohen Verwaltungsaufwand bei Annahmestellen und Abrechnung, waren unflexibel für Kundinnen und Kunden und praktisch ungeeignet für Arbeitgeber, die monatlich Sachbezugsleistungen gewähren möchten.

Die Digitalisierung schafft hier einen klaren Bruch mit dem bisherigen System:

  • digitale Verwaltung statt manueller Abrechnung

  • mehr Einlöse- und Verkaufsstellen

  • Online-Bestellung rund um die Uhr

  • einfache Nutzung für Arbeitgeber und Beschäftigte

Kaufkraftpotenzial gezielt vor Ort halten

Statistischen Erhebungen zufolge geben Friesenheimer Bürger jährlich rund 500.000 Euro für Geschenkgutscheine aus. Ein erheblicher Teil davon fließt bislang an externe Anbieter.

Hinzu kommt ein weiteres relevantes Potenzial:
Von rund 6.200 Arbeitnehmern in Friesenheim erhalten schätzungsweise etwa 1.100 Beschäftigte Sachbezugsleistungen über überregionale Anbieter. Das entspricht einem rechnerischen Volumen von bis zu 600.000 Euro jährlich.

Mit der Frie-Card soll ein attraktives, regionales Gegenangebot geschaffen werden, um diese Kaufkraft gezielt in der Gemeinde zu halten.

Verkauf & Nutzung

Die Frie-Card ist:

  • bei fünf Verkaufsstellen vor Ort erhältlich

  • online bestellbar und direkt ausdruckbar (24/7)

Eine aktuelle Übersicht der Verkaufs- und Annahmestellen wird laufend aktualisiert.

Einbindung von Handel, Gastronomie und Arbeitgebern

Der Aufbau des Netzwerks erfolgte und erfolgt in mehreren Schritten:

  • Gewinnung und Schulung von Annahmestellen aus Handel, Gastronomie und Dienstleistung

  • gezielte Ansprache von Arbeitgebern zur Nutzung als Sachbezug

  • begleitende Marketingmaßnahmen über Presse, Plakate, Schaufenster, Flyer und Social Media

Ergänzt wird das System durch:

  • eine eigene Landingpage auf der Website der Werbegemeinschaft

  • einen integrierten Online-Shop

  • die Einbindung in die Friesenheim-App

  • geplante Cashback-Aktionen, Gewinnspiele und Willkommensgutscheine für Neubürger

Fazit

Mit der FRIECARD erhält Friesenheim ein digitales Gutscheinsystem, das nicht nur modernisiert, sondern strategisch gedacht ist: als Instrument zur Kaufkraftbindung, zur Stärkung lokaler Betriebe und als regionales Angebot für Arbeitgeber.

Der Start im Dezember 2024 markiert dabei nicht das Ende des Projekts, sondern den Beginn eines langfristig angelegten Wirtschafts- und Standortinstruments für die Gemeinde Friesenheim.

Mehr über das LocalBon-Gutscheinsysfem >hier

 

Wenn ihr prüfen wollt,

👉  ob ein LocalBon-Gutscheinsystem wie hier mit Geschenkgutscheinen, Arbeitgebergutscheinen und Bonuskarten auch für eure Stadt sinnvoll ist
und welche Voraussetzungen dafür nötig sind, sprechen wir das gern konkret durch.

Über den Autor:

John Großpietsch ist CEO von LocalBon und schreibt regelmäßig über moderne Gutscheinsysteme, Arbeitgebergutscheine und Sachbezugsmodelle im Unternehmenskontext. Sein Fokus liegt auf den technologischen Entwicklungen hinter Stadt- und Geschenkgutscheinen, Kundenkarten und digitalen Benefit-Lösungen. Mit besonderem Interesse analysiert er die Auswirkungen solcher Systeme auf den stationären Einzelhandel und beleuchtet Trends rund um die digitale Transformation von Innenstädten. Seine Beiträge richten sich an Entscheider in Stadtmarketing, Handel und HR – mit dem Ziel, praxisnahe Einblicke zu geben und digitale Entwicklungen verständlich einzuordnen.

LocalBon Logo mit stilisiertem QR-Element und Schriftzug in Schwarz und Rot.
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