Ein Kunde hält eine Punktekarte im Scheckkartenformat hin, während der Händler mit seinem Smartphone den QR-Code scannt. Links steht ein Textfeld mit dem Dialekt-Spruch „Gutschein oder Punkte – d’ App kennt’s glei.“

Erfolgsbeispiele digitaler Stadtgutscheine – was Städte in Baden-Württemberg bereits erreicht haben

 

Digitale Stadtgutscheine steigern Kaufkraft, entlasten die Verwaltung und bieten Arbeitgebern einfache Sachbezugs­lösungen. Beispiele aus Zell und Wangen zeigen, wie flexibel ein System sein kann, wenn Geschenkgutscheine, Arbeitgeberkarten und Punkte kombiniert werden.

Viele Städte wollen Kaufkraft in der eigenen Region halten. Gleichzeitig suchen Arbeitgeber nach einfachen, steuerkonformen Zusatzleistungen, die Mitarbeitende tatsächlich nutzen. Digitale Stadtgutscheinsysteme verbinden beides. Die Beispiele aus Zell am Harmersbach im Schwarzwald und Wangen im Allgäu zeigen, wie stark die Wirkung ist, wenn Geschenkgutscheine, Arbeitgebergutscheine und Kundenkarten in einem System zusammenlaufen.

 

Wie funktionieren digitale Stadtgutscheine in der Praxis?

Digitale Stadtgutscheine werden zentral verwaltet und bei angemeldeten Betrieben eingelöst. Händler entscheiden, welche Gutscheinarten sie annehmen. Arbeitgeber nutzen dieselbe Infrastruktur für monatliche Sachbezüge.

Das LocalBon System basiert auf einer klaren Logik: Ein Geschäft muss als Annahmestelle angemeldet sein, sonst kann es keine Gutscheine einlösen. Dazu kommt ein technischer Mechanismus, der das System flexibel macht: Jede Gutscheinart hat ein eigenes Präfix.

  • Geschenkgutscheine → eigenes Präfix
  • Arbeitgebergutscheine → eigenes Präfix
  • Punkte-/Kundenkarten → eigenes Präfix

Händler legen fest, welche Präfixe sie akzeptieren. So entsteht ein kontrollierter Einlösebereich, ohne Geofencing und ohne PLZ-Logik. Das System kann außerdem mehrere Gemeinden abbilden – und über die Cluster-Funktion steuern, welche Gutscheinart in welchen Händlergruppen einlösbar ist.

👉 Mehr über das LocalBon System erfährst du hier: https://localbon.de/3-loesungen-1-gutscheinsystem/

 

Warum ist Zell am Harmersbach ein Beispiel für erfolgreiche Digitalisierung?

Zell hat ein eingeführtes Papiergutscheinsystem digitalisiert und das Volumen innerhalb von zwei Jahren verdoppelt. Möglich wurde das durch starke Händlerakzeptanz und ein flexibles Arbeitgeber-Modell.

Zell am Harmersbach hatte über Jahrzehnte ein beliebtes Papiergutscheinsystem. Die Nachfrage war hoch, aber die Abrechnung war mühsam. Mit der Umstellung auf das digitale LocalBon System wurden Abwicklung, Transparenz und Reichweite deutlich verbessert. Das Ergebnis: Innerhalb von zwei Jahren verdoppelte sich das Gutscheinvolumen.

Der entscheidende Faktor war die Einführung des Harmersbachtal Jobkärtle. Dieses basiert – wie alle Gutscheine in Zell – vollständig auf dem LocalBon System. Dieses bietet mit einer speziellen Cluster-Funktion eine Besonderheit:

  • Zeller Geschenkgutscheine gelten nur in Zell.
  • Jobkärtle (Arbeitgebergutscheine) gelten auch in umliegenden explizit in das System eingebundenen Gemeinden.

Das funktioniert über Präfixe (Gutscheinarten) und Cluster.
Arbeitgeber profitieren zusätzlich von der BaFin-Ausnahmegenehmigung, die nur für LocalBon-Systeme gilt:
Arbeitgebergutscheine dürfen bis zu 600 € Guthabne haben, während Stadtgutscheine normalerweise auf ein max. Guthaben von 250 € begrenzt sind.

Zell zeigt außerdem, wie flexibel ein System erweitert werden kann. Mit der Dankeschön-Karte wurde ein vollwertiges Kundenkartensystem nachträglich ergänzt. Damit werden Rabatte gesammelt und wieder eingelöst. Und auch hier wirkt wieder die Cluster-Funktion: Nur teilnehmende Betriebe akzeptieren Rabattsammelkarten.

👉 Weitere Infos zu Kundenkarten findest du hier:

 

Wie nutzt Wangen im Allgäu die Kombination aus Gutscheinen und Punktekarten?

Wangen hat ein gewachsenes Punktesystem digitalisiert und mit Geschenkgutscheinen und Arbeitgebergutscheinen kombiniert – alles über klar gesteuerte Händlergruppen und eine stabile App.

Wangen im Allgäu hatte eines der etabliertesten Bonussysteme der Region. Händler verteilten Papier-Punkte, die Verbraucher wieder einlösen konnten. Die Digitalisierung mit LocalBon hat dieses Modell deutlich vereinfacht. Die Einlöse-App erkennt automatisch, ob es sich um:

  • einen Geschenkgutschein
  • einen Arbeitgebergutschein
  • oder eine Punktekarte

handelt. Über die Cluster-Funktion wird gesteuert welche Händler an welchen Gutscheinarten teilnehmen.

Das führt zu einem fein steuerbaren System:

  • Nicht alle Händler nehmen Punkte an.
  • Alle nehmen Geschenkgutscheine an.
  • Alle akzeptieren zusätzlich Arbeitgebergutscheine.

Die Stabilität des LocalBon Systems zeigt sich im Alltag: Bäckereien, Metzgereien und andere hochfrequente Betriebe haben teilweise bis zu 1.000 Buchungen pro Tag. Das System läuft fehlerfrei und ohne Abrechnungsstapel.

 

Welche Vorteile haben Städte, Werbegemeinschaften und Arbeitgeber?

Städte binden Kaufkraft, Werbegemeinschaften entlasten ihre Verwaltung und Arbeitgeber nutzen steuerfreie Vorteile ohne Aufwand.

Digitale Stadtgutscheinsysteme schaffen einen regionalen Kreislauf. Bürger:innen kaufen lokal ein, Arbeitgeber verteilen Sachbezüge, und die Händler profitieren von mehr Frequenz. Die BaFin-Ausnahme von LocalBon macht Arbeitgebermodelle attraktiv, weil monatliche Aufladungen möglich sind – ohne zusätzliche Hürden.

Systeme wie in Zell und Wangen zeigen, dass Stadtgutscheine nicht allein stehen müssen. Gutscheine, Arbeitgebervorteile und Punktesammel-Karten können in einem System kombiniert werden. Die Cluster-Funktion ermöglicht die Verwaltung mehrerer Gemeinden oder Händlergruppen in einem System.

👉 Mehr über alle Einsatzmöglichkeiten findest du hier

 

Fazit – was sollten Städte jetzt tun?

Digitale Stadtgutscheine funktionieren – und sie funktionieren besser, wenn Geschenkgutscheine, Arbeitgeberkarten und Kundenkarten sauber in einem System kombiniert sind. Zell und Wangen zeigen, dass Kaufkraftbindung, Arbeitgebernutzen und Händlerzufriedenheit gleichzeitig möglich sind. Wer die regionale Wirtschaft stärken will, sollte prüfen, wie ein solches System für die eigene Stadt aussehen kann.

 

Zusammenfassung 

Digitale Stadtgutscheinsysteme verbinden lokale Wirtschaftsförderung mit Arbeitgebervorteilen. Zell und Wangen zeigen, wie verschiedene Gutscheinarten über Cluster gesteuert werden. Die Systeme sind flexibel, stabil und für Städte jeder Größe geeignet.

Mehr Klarheit für euer eigenes System

👉Wenn ihr unsicher seid, welches Gutscheinsystem zu eurer Stadt oder Region passt,
sprechen  wir gern eure Anforderungen gemeinsam durch.

FAQ – Häufige Fragen

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Was ist ein digitales Stadtgutscheinsystem?

Ein System, das Geschenkgutscheine, Arbeitgeberkarten und Kundenkarten verwaltet und bei lokalen Betrieben einlösbar macht.

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Wie funktioniert die Einlösebegrenzung?

Über die im System angemeldeten Händler und die Cluster-Funktion.Darüber kann definiert werden, qwelches Geschäft berechtigt ist bestimmte Gutscheoine einzulösen.

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Was ist die Cluster-Funktion?

Eine Möglichkeit, unterschiedliche Händlergruppen oder Gemeinden in einem System zu trennen oder zu verbinden, sprich die Einlösbarkeit von Gutscheinen zu steuern.

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Warum ist die BaFin-Ausnahme wichtig?

Weil Arbeitgebergutscheine dadurch bis zu 600 € Guthaben führen dürfen – ein Vorteil, den kaum ein anderes System besitzt. Dort müssen über das Jahr mehrere Gutscheine ausgegeben werden, was einen enormen Verwaltungsaufwand mit sich bringt und das Handling der Gutscheininhaber deutlich erschwert.

Über den Autor:

John Großpietsch ist CEO von LocalBon und schreibt regelmäßig über moderne Gutscheinsysteme, Arbeitgebergutscheine und Sachbezugsmodelle im Unternehmenskontext. Sein Fokus liegt auf den technologischen Entwicklungen hinter Stadt- und Geschenkgutscheinen, Kundenkarten und digitalen Benefit-Lösungen. Mit besonderem Interesse analysiert er die Auswirkungen solcher Systeme auf den stationären Einzelhandel und beleuchtet Trends rund um die digitale Transformation von Innenstädten. Seine Beiträge richten sich an Entscheider in Stadtmarketing, Handel und HR – mit dem Ziel, praxisnahe Einblicke zu geben und digitale Entwicklungen verständlich einzuordnen.

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