Wie funktioniert ein digitales Stadtgutschein-System technisch?
Ein digitales Stadtgutschein-System verwaltet Gutscheine, Guthaben, Einlösungen und Händler in einer zentralen Software. Die Einlösung erfolgt heutzutage meist per QR-Code auf physisch vorgelegtem Gutschein als Karte oder Papiergutschein oder abgebildet in der Wallet. Händler buchen digital. Abrechnung, Auswertung und Netzwerksteuerung laufen automatisiert im Hintergrund.
Viele Städte arbeiten noch mit manuell verwalteten Papiergutscheinen oder komplizierten Insellösungen. Das sorgt für Aufwand, Unsicherheit und Ärger mit Händlern. Digitale Stadtgutschein-Systeme lösen genau dieses Problem. Sie machen die Einlösung einfacher, die Verwaltung sicherer und wirtschaftlicher sowie die Steuerung smarter.
Was ist ein digitales Stadtgutschein-System?
Ein digitales Stadtgutschein-System ist eine Softwareplattform. Sie verwaltet Gutscheine, Guthaben, Händler, Einlösungen und Abrechnungen zentral und in Echtzeit. Gutscheine können dabei physisch existieren, werden aber technisch digital geführt.
Wichtig ist: „digital“ bedeutet nicht zwingend „ohne Papier“. Auch ein online gekaufter, ausgedruckter PDF-Gutschein ist Teil eines digitalen Systems. Entscheidend ist, dass der Gutschein eindeutig im System hinterlegt ist, ein klar zugeordnetes Guthaben besitzt und kontrolliert eingelöst werden kann. Teilbeträge, Restguthaben und Nachbuchungen lassen sich transparent steuern. Städte behalten den Überblick, Händler sehen ihre Umsätze und Nutzer erleben eine einfache Anwendung.
👉 Hilfe zur Auswahl des richtigen Systems findest du in unserem Leitfaden > hier:
Wie läuft die Einlösung technisch ab?
Die Einlösung erfolgt digital am Point of Sale. Der Gutschein wird gescannt oder über eine Weboberfläche gebucht. Das System prüft Guthaben in Echtzeit und rechnet sicher ab.
Der häufigste Weg ist der QR-Code. Er kann auf Karte, Papiergutschein oder Wallet im Smartphone angezeigt werden. Technisch wird per Scan eine Onlineverbindung aufgebaut. Das System liest den Gutschein, zeigt das Guthaben und ermöglicht die Abbuchung – in Echtzeit und eindeutig dokumentiert.
LocalBon bietet mehrere Einlösewege:
1️⃣ Weboberfläche mit manueller Codeeingabe
2️⃣ Web-Scanner ohne Tippen
3️⃣ Nutzung der Smartphone-Kamera ohne App
4️⃣ Einlöse-App für Smartphone / Tablet
5️⃣ PC-Version mit Webcam – ideal für Kassenarbeitsplätze
Damit kann jeder Händler teilnehmen – ohne Spezialhardware.
👉 Wie ein LocalBon Stadtgutscheinsystem technisch funktioniert, dazu hier mehr.
Welche Trägermedien gibt es für digitale Gutscheine?
Digitale Gutscheine funktionieren über aufgedruckte QR-Codes auf Gutscheinen in Form von Gutscheinkarten oder z.B. ausgedruckten Papiergutscheinen aus dem Onlineshop. Alternativ können Gutsscheine auch digital in der LocalBon-Wallet geführt werden. Wichtig ist nicht das Trägermedium. Wichtig ist die eindeutige Kennung, die die Verbindung zum System herstellt.
QR-Codes sind kostengünstig, flexibel und universell nutzbar. Sie lassen sich drucken, digital anzeigen und schnell scannen. Karten bieten Haptik und Akzeptanz im Handel.
LocalBon bietet zusätzlich eine eigene Wallet. Nutzer haben damit ihre Gutscheine immer digital dabei. Apps für Einlöser sind sinnvoll. Apps für Gutscheininhaber sind oft unnötig und unpraktikabel – eine Wallet löst das eleganter. Entscheidend bleibt jedoch die Plattform-Logik im Hintergrund.
👉 Warum für Geschenkgutscheine verschiedene Medien zum Einsatz kommen, zeigt dieser Überblick >hier:
Wie funktionieren Abrechnung und Auszahlung an Händler?
Alle Einlösungen werden automatisch dokumentiert und Händlern eindeutig zugeordnet. Dadurch entstehen fehlerfreie, automatisierte Abrechnungen mit transparenter Auszahlung.
Jede Transaktion wird mit Betrag, Zeit und Händlerkennung gespeichert. Daraus entstehen klare Händlerabrechnungen. Papierlisten, Excel-Sammeldateien und manuelle Zusammenstellungen entfallen.
Für Städte bedeutet das: weniger Diskussionen, erheblich weniger Aufwand und mehr Vertrauen im Handel. Genau hier entscheidet sich Akzeptanz im Alltag.
Warum ist ein begrenztes Netzwerk technisch wichtig?
Durch ein begrenztes Netzwerk ist sichergestellt, dass Gutscheine nur bei freigeschalteten Akzeptanzstellen eingelöst werden können. Das ist technisch notwendig, weil rechtlich zwingend erforderlich.
Ein begrenztes Netzwerk (Limited Network) nach dem deutschen Zahlungsdiensteaufsichtsgesetz (ZAG) (§ 2 Abs. 1 Nr. 10 ZAG) ist ein System von Zahlungsinstrumenten, das nur den Erwerb von Waren oder Dienstleistungen bei einer kleinen, klar definierten Gruppe von Anbietern erlaubt (z.B. innerhalb eines Einkaufszentrums oder einer Stadt oder definierten Region) und daher keine vollwertige Zahlungsdienstleistung im Sinne des Gesetzes darstellt und somit keine Erlaubnispflicht besteht, aber spezielle Regeln und eine Anzeigepflicht bei der BaFin hat.
Hintergrund ist, eine klare Abgrenzung zu herkömmlichen Zahlungsdiensten zu schaffen, ohne unter die E-Geld-Definition zu fallen. Solche Zahlungsmittel benötigen keine Banklizenz und unterliegen weniger strengen Aufsichtspflichten, obwohl sie digital speichern, da sie nicht als allgemeines Zahlungsmittel gedacht sind.
Digitale Systeme arbeiten mit klar hinterlegten Händlerstrukturen. Nur registrierte Akzeptanzstellen können buchen. Bei LocalBon ist die Trennung besonders konsequent. Jede Stadt bzw. Region erhält eine eigene, vollständige Softwareinstanz.
Damit ist der Nachweis eines „begrenzten Netzwerks“ technisch 100 % sauber und rechtlich klar abgesichert.
👉 Gesetzliche Grundlage: § 2 Abs. 1 Nr. 10 ZAG >hier
👉 Ergänzend: BaFin-Merkblatt zu begrenzten Netzen >hier
Was macht die Clusterlösung von LocalBon technisch besonders?
Die Clusterlösung ermöglicht getrennte regionale Bereiche innerhalb eines Systems – mit eigener Händlerzuordnung, eigenen Auswertungen und gleichzeitig einheitlicher Nutzerführung.
Viele Städte bestehen nicht aus „einer“ Innenstadt. Es gibt Ortsteile, Gemeinden, Stadtbezirke, Verbünde. Und oft kommen unterschiedliche Gutscheinarten, wie beispielsweise Kundenkartenlösungen, an denen sich nicht immer alle Händler beteiligen, zum Einsatz. Die Clusterlösung bildet diese Realität ab.
Möglich sind unter anderem:
• getrennte Händlerlisten je Bereich
• saubere Auswertung pro Cluster
• gemeinsame Technik, aber differenzierte Steuerung
• attraktive Lösungen auch für Arbeitgebernetzwerke
So entsteht ein System, das flexibel bleibt, rechtssicher arbeitet und regionale oder organisatorische Besonderheiten berücksichtigt – ohne Chaos.
Können Stadtgutscheine auch als Arbeitgebergutscheine genutzt werden?
Ja. Stadtgutscheine können als Arbeitgebergutscheine genutzt werden. LocalBon ermöglicht Mehrfachaufladungen und erfüllt die rechtlichen Rahmenbedingungen – mit besonderen Vorteilen gegenüber vielen Marktlösungen.
Viele Systeme erlauben nur einfache Aufladungen. LocalBon ermöglicht echte, wiederkehrende Mehrfachbuchungen auf denselben Gutschein – zum Beispiel monatlich 50 €.
Zudem gilt grundsätzlich eine 250-Euro-Begrenzung. LocalBon hat jedoch eine BaFin-Genehmigung, die es ermöglicht, Jahresbeträge rechtssicher abzubilden, wenn es sich um Arbeitgebergutscheine handelt.
Das schafft Attraktivität für Arbeitgeber, Planungssicherheit, reduziert Aufwand und stärkt Kaufkraftbindung im regionalen Handel.
Fazit – was bleibt hängen?
Digitale Stadtgutschein-Systeme sind heute technisch ausgereift. Sie sorgen für einfache Einlösung, klare Abrechnung und starke Steuerbarkeit. Mit Lösungen wie LocalBon kommen dazu echte Extras: Wallet, flexible Einlösetechnik, Clusterlogik und Arbeitgeberfähigkeit.
Zusammenfassung
Ein digitales Stadtgutschein-System verwaltet Gutschein-Guthaben zentral. Die Einlösung erfolgt per QR-Code auf physisch vorgelegtem Gutschein, als Karte oder digital in der Wallet. Händler werden automatisch abgerechnet. Städte behalten Kontrolle. Clusterlösungen und Arbeitgeberfähigkeit machen LocalBon besonders flexibel.
Wenn du prüfen willst,
👉 ob ein LocalBon Stadtgutscheinsystem zu deiner Stadt oder deiner Werbegemeinschaft passt, melde dich kurz.
FAQ – Häufige Fragen
Was braucht ein Händler technisch zur Teilnahme?
Entweder ein Smartphone, eine Webcam oder der vorhandene Kassen-PC reichen aus.
Sind Apps für Nutzer zwingend notwendig?
Nein. Karten mit QR-Code funktionieren ohne App. Die LocalBon-Wallet macht es jedoch komfortabler.
Wie sicher sind digitale Stadtgutscheine?
Alle Transaktionen werden eindeutig geprüft und in Echtzeit dokumentiert.
Kann das System regional begrenzt werden?
Ja. Durch eigene Softwareinstanzen und die Clusterlösung ist die Begrenzung eindeutig steuerbar.
John Großpietsch ist CEO von LocalBon und schreibt regelmäßig über moderne Gutscheinsysteme, Arbeitgebergutscheine und Sachbezugsmodelle im Unternehmenskontext. Sein Fokus liegt auf den technologischen Entwicklungen hinter Stadt- und Geschenkgutscheinen, Kundenkarten und digitalen Benefit-Lösungen. Mit besonderem Interesse analysiert er die Auswirkungen solcher Systeme auf den stationären Einzelhandel und beleuchtet Trends rund um die digitale Transformation von Innenstädten. Seine Beiträge richten sich an Entscheider in Stadtmarketing, Handel und HR – mit dem Ziel, praxisnahe Einblicke zu geben und digitale Entwicklungen verständlich einzuordnen.
